Was können fördernde und hindernde Faktoren in der Kooperation sein?

Die Kooperation zwischen Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen bedarf sorgfältiger Überlegungen und einer umfangreichen Planung, die unter Einbeziehung aller Beteiligten geschehen sollte. Nur so können Kooperationen langfristig und auf Augenhöhe gelingen.

„Kooperation ergibt sich nicht von selbst, sie benötigt Initiative und Unterstützung und funktioniert auch nur längerfristig, wenn alle Beteiligten sie wollen und ihren Vorteil davon haben, wenn also eine „Win-Win-Situation“ entsteht. Eine gute Grundlage der Vernetzung ist gegeben, wenn sich Kommunen für die Entwicklung eines Gesamtkonzepts entscheiden, das die Infrastruktur für Kinder und Familien verbessert und sie entsprechende Planungsressourcen zur Verfügung stellen“ (Schneider/Zehnbauer 2005: 181).

Faktoren, die für das Gelingen einer Kooperation zwischen Familienzentrum und Kindertagespflege förderlich sind bzw. Hinderungsgründe darstellen, können zum Beispiel folgende sein:

 

Fördernde Faktoren

Hindernde Faktoren

Einbezug des Jugendamts und aller im Jugendamtsbezirk für die Kindertagespflege zuständigen Stellen

mangelnde Kenntnis des jeweils anderen Arbeitsbereichs

Wissen über das jeweils andere System und dessen Strukturen, Klärung des eigenen beruflichen Selbstverständnisses

strukturelle und finanzielle Unsicherheit

hinreichende Planung, Schaffung verbindlicher Strukturen (z.B. für kollegialen Austausch und Beratung, Klärung von Zuständigkeiten); Einbettung in eine kommunale Gesamtplanung

Angst vor Statusverlust (Angst vor Bevormundung)

Einvernehmen über Erwartungen und Zielvorstellungen

Misstrauen gegenüber der jeweils anderen Institution

Bekanntheit der im „anderen“ Arbeitsfeld tätigen Personen

Konkurrenz um Platzauslastung

gemeinsame Veranstaltungen (Fortbildungen,

Elternangebote etc.)

Befürchtungen bzgl. Zunehmender Arbeitsbelastung durch aufwendige Kooperationsprozesse